Montag, 4. Januar 2016

Montagsfrage





Beim Buchfresserchen gibt es jeden Montag eine Frage, an der sich unzählige Literaturblogger beteiligen. Habe ich heute entdeckt und da mir die Idee gefällt und man auf diese Weise auch mehr über die anderen Literaturblogger und ihre Vorlieben erfährt, werde ich da jetzt mal spontan mitmachen.

Die heutige Montagsfrage lautet: Print oder Ebook,
was bevorzugst du ?

Lange Zeit habe ich mich gegen Ebook-Reader gewehrt. Ich brauch ein Buch in den Händen, ich möchte die Geschichte fühlen, riechen, mit meinen Fingern über die Zeilen streichen, sie soll "greifbar" für mich sein.

Und jetzt kommt das Aaaaber.... 

Es ist ziemlich genau ein Jahr her, da habe ich mir zum Geburtstag einen Reader schenken lassen. Grund war, dass unser Jüngster noch bei uns im Schlafzimmer genächtigt hat und wachgeworden ist, sobald man das Licht eingeschaltet hat. Nur mit kleiner Taschenlampe bewaffnet war es möglich, in Anwesenheit des Juniors zu lesen. Das fand ich eher unbequem, denn mit einer Hand das Buch und mit der anderen die Taschenlampe haltend (die Lampen die man ans Buch klemmt mag ich nicht) war mit der Zeit wirklich sehr nervig, so dass ich für eine Weile aufs Lesen im Bett verzichtet habe.
Die Entzugserscheinungen sind natürlich nicht aus geblieben. Also musste eine Alternative her, die dann der Reader wurde. Mit ihm konnte ich fortan auch im Bett lesen ohne ein Licht einschalten zu müssen. Witzigerweise hat sich der Sohn inzwischen in sein eigenes Zimmer verabschiedet und ich brauch den Reader nicht mehr. Nun bin ich auch wieder aufs handelsübliche Buch umgestiegen, da es mir einfach lieber ist. 

Ein Gegner vom Reader bin ich sicherlich nicht mehr, aber Bücher sind mir nach wie vor lieber. Ich führe ja hier ein Kinder- und Jugendbuchblog (hauptsächlich, das wird sich aber noch ändern). Grade bei Kinderbüchern finde ich eine Ausgabe zum "anfassen" und "begreifen" sehr viel schöner. Die Kinder und ich haben so ein sehr viel intensiveres Leseerlebnis. Man kann das Buch für den ersten Eindruck durch die Finger blättern lassen und dabei die vielen tollen Illustrationen aufnehmen. Dieses Erlebnis fehlt einfach beim Reader. Hm ja, also je mehr ich drüber nachdenke, ist der Reader für mich eine tolle Sache, für Kinderbücher aber undenkbar weil einem einfach so viele Eindrücke verloren gehen.

Meine Tochter sieht das mit ihren knapp 9 Jahren übrigens anders. Sie hat zu Weihnachten einen Ebook-Reader bekommen. Sie ist eh eine Leseratte, hat aber so ihre Schwierigkeiten mit der Auswahl der Bücher. Die Bücher, die sie interessieren, sind ihr in der Schrift zu klein und vom Handling her zu schwer in den Händen. Außerdem liest sie sehr gern vorm schlafengehen im Bett und kann da auch keine Taschenlampe bei gebrauchen und hat genauso wie ich eine Abneigung gegen die Buchlämpchen. Sie hat vor dem Reader schon viel gelesen, aber seit sie ihn hat, ist sie kaum noch zu bremsen. So hat sie den Doppelband von Ostwind mit insgesamt knapp 400 Seiten in grade mal 5 Tagen gelesen, was ich für eine 9-jährige wirklich ein ordentliches Tempo finde. Vorher hat sie für Bücher in der selben Schriftgröße Wochen und Monate gebraucht (ihre Augen sind übrigens in Ordnung, aber sie mag lieber die große Schrift). Jetzt liest sie die weg wie nichts. Ähm ja, ich schweife extrem ab. 

Mein Fazit zu der Frage, ob Print oder Ebook: Ich denke, beides hat seine Berechtigung ;)

Kommentare:

  1. Hallo Sandra :)

    Ich bin mal zum Gegenbesuch bei dir unterwegs und hab mich ebenfalls gleich mal als Leserin bei dir eingetragen!

    Wenn ich mich zwischen eBook und Print entscheiden muss, gebe ich immer Print den Vorzug. Ich mag das Gefühl einfach, ein Buch in der Hand zu haben und zudem geht mir beim eBook einfach das Besondere verloren. Da ist jedes Buch gleich - obwohl es natürlich wirklich sehr praktisch ist, dass so viele Bücher mit so wenig Platz auskommen xD

    Liebe Grüße,
    Lisa von Prettytigers Bücherregal

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  2. Hallo liebe Sandra,

    das kann ich nur so unterschreiben ^^
    Printbücher bleiben einfach Printbücher, da kommt in meinen Augen kein eBook ran - aber praktisch sind eReader in manchen Situationen einfach, dass muss man schon zugeben.

    Liebste Grüße und einen schönen Abend,
    Tanja

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  3. Hallo liebe Sandra,
    wie Du bei mir gelesen hast, schätze ich die Vorteile von beidem, Print und Reader.

    Dein Blog gefällt mir, deshalb habe ich mich natürlich auch als Leserin eingetragen und folge Dir auch auf Lovelybooks.
    Ich freue mich auf Deine Rezensionen und weiteren Kontakt.
    Liebe Grüße
    Conny

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  4. Huhu,
    ja es mag wirklich beides Vorteile haben. Aber ich liebe einfach Printbücher.
    Bin auch mal als Leserin dageblieben. :)

    Ganz liebe Grüße
    Steffi

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  5. Hallo :)
    ein sehr ausführlicher Post! Bei Kinderbüchern sind die Printausgaben klar im Vorteil, allein schon weil es da Bücher gibt wo man kleine Figuren ausklappen kann :D
    Aber ich gehe nirgends mehr ohne meinen Reader hin, es ist einfach praktisch und platzsparend. Bücher die mich voll überzeugen dürfen aber auch als Printausgabe ins Regal (oder meine Lieblingsautoren...)

    LG

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  6. Hallöchen,

    okay, daran habe ich noch überhaupt nicht gedacht, aber es ist vollkommen nachzuvollziehen. Kinderbücher auf dem eReader ist recht doof. =| Besonders für die Kinder. Da ist es doch eigentlich wichtig, dass man da immer noch etwas zum Anfassen hat. So stell ich es mir vor. Auch wenn ich nicht gern alles anfasse, ein Buch gehört in die Hände! Das ist sein vorbestimmter Platz! =D

    Als 9-Jährige ein 400 Seiten Buch in 5 Tagen?! =O *glotzt mit riesigen Augen* Hallelujah! Das ist wahrlich ein gutes Tempo! Respekt! =) Da brauche selbst ich manchmal länger. =D

    Alles Liebe
    Luz =)

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  7. Hi Sandra, ich hab dich zum *Liebster Award* nominiert. Würde mich freuen wenn du mitmachst

    http://tinkerreads.blogspot.de/2016/01/liebster-award.html

    Liebste Grüße
    Tinker

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  8. Huhu!

    Also, ich lese aus Zeitgründen mittlerweile sehr viel am Reader, da ich meistens lese, wenn ich zur Arbeit fahre und zurück. Da geht das kleine Gerät auch recht leicht in die Tasche :). Angefangen hatte das alles mit meinem Praktikum bei Epluse, wo ich auf einmal regelmäßig ne längere Strecke fahren musste :D ...

    Aber ich verstehe das sofort, dass das bei Kinderbüchern blöd ist, wie soll denn eine Illustration auf so einem Gerät gut rüberkommen?

    Liebe Grüße
    Luna

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  9. Hallo Sandra,
    vielen Dank für deinen netten Besuch auf meinem blog.
    Deiner ist übrigens auch sehr ansprechend. :)
    Und: Daumen hoch für deine Leseratten-Tochter! Einfach klasse!
    Liebe Grüße,
    Natalie

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  10. Ich hatte nie etwas gegen e-Readers, aber ich bevorzuge eindeutig das richtige Buch, auch wenn ich es im Bett liegend nicht ganz so mag, meine Arme werden immer so schnell müde von. Und wenn ich sitze, ist das auch nicht immer so bequem :D

    Alles Liebe
    May

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